Nach dem Einbruch bleibt nichts wie es war

Sie kommen Abends von einem schönen Essen mit Ihrer Frau und Ihren Kindern nach Hause. Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich. Sie lachen über den letzten Witz, den Ihr Sohn Ihnen gerade noch in der Einfahrt erzählt hat und schließen in Vorfreude auf einen guten Schlaf in Ihrem heimeligen Zuhause die Tür auf.

Doch dann direkt der Schock. Die Tür lässt sich kaum öffnen. Etwas liegt dahinter. Mit etwas Mühe stemmen Sie die Tür auf und betreten ein Schlachtfeld.

Überrascht und benommen sehen Sie sich um. Sagen Ihren Kindern, dass sie vor der Tür warten sollen.

Überall stehen die Schränke offen. Die Glasvitrine mit Ihrem Geschirr liegt umgeschmissen im Wohnzimmer. Scherben überall.

In der Küche wurden die Inhalte sämtlicher Schränke einfach auf den Boden geschmissen. Keramik-, Glas und Metall liegt Zentimeterdick auf den Küchenfliesen.

Ihre Frau schreit aus dem Schlafzimmer und Sie laufen schnell zu Ihr. Alle Kleidungsstücke liegen auf dem Boden. Die Matratze ist aufgeschnitten und der Kaltschaum quilt aus den rissen hervor.

Das gerahmte Bild aus dem letzten Urlaub, dass an der Wand hing und an den schönen Urlaub erinnerte wurde über das Bettgestell geschlagen und liegt zerstört auf dem Teppich.

Chaos. Reines Chaos und nichts als Chaos.

Von Ihrem schönen heimeligen Zuhause ist nichts mehr übrig. Es sieht mehr aus wie eine Messiwohnung, die man immer wieder im Fernsehen sieht.

Von Müdigkeit kann keine Rede mehr sein. Schock. Adrenalin. Panik. Das sind die nun vorherrschenden Gefühle, die Sie überspülen.

Wie in Trance wählen Sie den Notruf und informieren die Polizei bevor Sie gedankenverloren weiter durch die Trümmer Ihrer einst so schönen Wohnung gehen.

Alle dreieinhalb Minuten wird in Deutschland in eine Wohnung eingebrochen

Einbrecher bei der Arbeit“Das wird mir sicher nicht passieren” ist eine der häufigsten Aussagen zu schlimmen Ereignissen. “Das passiert nur anderen” und “Sowas kennt man nur aus dem Fernsehen”. Leider muss alle dreieinhalb Minuten jemand in Deutschland feststellen, dass er selbst die anderen ist.

Teil der Statistik. Ein Opfer.

Der finanzielle und sachliche Schaden durch einen Einbruch ist meist das erste, dass einem bewusst wird. Der teure Fernseher. Der Schmuck in der Schrankschublade. Der Laptop vom Schreibtisch und das Tablet aus dem Kinderzimmer.

Der finanzielle Schaden wird meist von der Versicherung übernommen und ist schnell vergessen.

Der psychische und physische Schaden bleibt jedoch meist bestehen.

Laut einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen fühlen sich 75% der von einbrüchen Betroffenen in Ihren Wohnungen nicht mehr sicher.

Eine Studie des Polizeipräsidiums Darmstadt kam zu ähnlichen Ergebnissen:

88% haben hohe Angst vor einem weiteren Einbruch.

30% leiden unter Angstzuständen.

30% haben mit Albträumen zu kämpfen.

Dazu gesellen sich häufig auch noch physische Probleme wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen und Magen-Darm Probleme.

Jedes 10. Einbruchsofper leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung

Wenn man PTBS hört denkt man zunächst einmal an Soldaten die aus dem Einsatz zurückkommen und die Geschehnisse nicht verarbeiten konnten.

Dabei kann eine posttraumatische Belastungsstörung jeden treffen, der in einer Extremsituation war.

Es handelt sich dabei um die psychische Reaktion auf ein belastendes Ereignis, eine bedrohliche Situation oder Katastrophe.

Die Betroffenen erleben hierbei das Trauma immer wieder in Form von Erinnerungen und Albträumen. Dabei durchlaufen sie das Erlebte meist sehr detailgetreu wieder und können sich nicht dagegen wehren.

Die mit den Erinnerungen einhergehenden Verdrängungssymptome wie emotionale Stumpfheit, Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit sorgen oftmals für große Probleme in der Familie und dem sozialen Umfeld.

Niemand ist vor einer posttraumatischen Belastungsstörung sicher

PTBS nach EinbruchSo wie sich niemand sicher sein kann, dass bei ihm nie eingebrochen wird, so kann sich niemand sicher sein, dass er im Falle eines Einbruchs nicht an einer posttraumatischen Belastungsstörung erkrankt.

Die Folgen eines Einbruchs können also wesentlich größer sein, als ein paar zerbrochene Gläser und durchwühlte Schränke.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie könnten nicht mehr angstfrei mit Ihren Kindern spielen, oder Nachts nicht mehr friedlich neben Ihrer Frau im Bett liegen.

Mitten beim Abendessen fangen Sie an sich an den Einbruch zu erinnern und Angstschweiß tritt Ihnen auf die Stirn.

Jede soziale Interaktion ist anstrengend und nervend. Sie ziehen sich immer mehr zurück und leben vor der Angst des nächsten Flashbacks.

Vor Einbruchsversuchen kann man sich nicht schützen

Es ist durchaus richtig, dass es keinen Schutz davor gibt, dass jemand versucht einzubrechen. Allerdings kann man sich vor dem Einbruch selbst schützen.

Verwirrend? Lassen Sie es mich erklären.

Ein Einbruchsversuch liegt vor, wenn jemand alle möglichen Anstrengungen unternimmt in Ihr Haus zu kommen. Er stemmt die Fenster oder Tür auf. Und dringt in Ihr Haus ein.

Wenn er sich im Haus oder der Wohnung schließlich bewegt und seinen Beutezug beginnt ist er eingebrochen.

Und gegen diesen Beutezug können Sie sich schützen. Keine verwüsteten Zimmer. Keine großen Sachschäden und das sichere Gefühl, dass Ihr Heim unversehrt bleibt.

Alarmsystem das vor PTBS schützt

Einbruch erfolgreich abgewehrtStellen Sie sich vor der Einbrecher ist erfolgreich in Ihre Wohnung oder Ihr Haus eingebrochen, doch direkt am Eingang wird er von einer Stimme aufgefordert das Gebäude wieder zu verlassen.

Der Einbrecher reagiert natürlich zunächst einmal nicht und will seinen Beutezug beginnen. Plötzlich spricht ihn die Stimme wieder an und sagt in einem bestimmenden Ton “Die Polizei ist bereits unterwegs!”.

Glauben Sie der Einbrecher, der an seiner Freiheit hängt, führt seinen Beutezug nach dieser Ansage weiter fort? Wohl eher nicht.

Viel wahrscheinlicher ist, dass er das Gebäude umgehend verlässt und sich aus dem Staub macht. Denn er kann nicht wissen, wie weit die Polizei noch entfernt ist.

Eine Streife kann direkt in der nächsten Straße sein und in wenigen Minuten vor der Tür stehen.

Der Einbruch wurde abgewehrt. Ihre Wertsachen sind weiter Ihre und eine Verwüstung findet nicht statt.

Erinnern Sie sich an das am Anfang dieses Artikels beschriebene Szenario? Spielen wir es noch einmal durch.

Sie kommen Abends von einem schönen Essen mit Ihrer Frau und Ihren Kindern nach Hause. Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich.

Vor der Haustür sehen Sie einen Streifenwagen, der Sie über einen Einbruchsversuch informiert. Nichts wurde entwendet. Nichts wurde verwüstet.

Mit einem leichten Schock, dass versucht wurde in Ihr Haus einzubrechen, aber ruhigem Gewissen, dass Sie ein funktionierendes Alarmsystem haben, gehen Sie nach einer Unterhaltung mit Ihrer Frau darüber, was alles hätte passieren können ins Bett.

Mit dem Wissen, dass Sie in Ihrem Haus sicher sind.

 

Über den Autor

Ich vertrete die Meinung, Sicherheit ist ein hohes Gut und jeder ein Recht auf den besten Schutz. Meine Mission ist es, vielen Menschen rechtzeitig zu helfen, bevor es zu spät ist. Was ist, wenn nicht mehr Sie entscheiden, wer sich Zutritt zu Ihrem Eigentum verschafft?

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